Ulrich Luz †

Dieses umfangreiche internationale Kommentarprojekt zum Neuen Testament wurdeseit 1995 von Prof. D. Dr. Ulrich Luz mitherausgegeben. Als Ersatz für die älteren Bände ist eine neue Reihe mit neuen Autoren geplant. Luz ist Verfasser der vier Bände des seinerzeit vom Nationalfonds unterstützen, ganz oder teilweise in sieben Sprachen übersetzten Kommentars zum Matthäusevangelium. Die Teilbände sind:

  1. Das Evangelium nach Matthäus (Mt 1-7), 5/2002
  2. Das Evangelium nach Matthäus II (Mt 8-17), 4//2007
  3. Das Evangelium nach Matthäus (Mt 8-17), 2/2011
  4. Das Evangelium nach Matthäus (Mt 26-28), 2002

Das Projekt wird im Auftrag der internationalen Neutestamentlergesellschaft „Studiorum Novi Testamenti Societas“ (SNTS) von einer internationalen Kommission (deren Vorsitzender und Mitglied Prof. D. Dr. Ulrich Luz war) in Verbindung mit dem Biblischen Institut Bern und anderen Universitäten getragen. Es umfasst verschiedene Teilprojekte:

  1. Seit 1998 werden an der Universität Sofia (Orthodox-Theologische Fakultät) und an der Staatlichen Universität St. Petersburg (Philologische Fakultät) zwei Zentrumsbibliotheken für Bibelwissenschaften und antikes Judentum aufgebaut, mit dem Ziel, der in der Zeit des Kommunismus marginalisierten oder ganz unterdrückten Bibelwissenschaft neue Impulse zu geben. An der Staatlichen Universität St. Petersburg hat diese Initiative zur Errichtung eines Bibelwissenschaftlichen Instituts mit eigenem Ausbildungsgang geführt.
  2. Seit 1998 werden in verschiedenen osteuropäischen Ländern im Dreijahresrhythmus „westöstliche“ neutestamentliche Kongresse durchgeführt, mit dem Ziel, zentrale theologische Fragen zu diskutieren und osteuropäische Bibelwissenschaftler/innen in ihren Ländern untereinander und mit westlichen Institutionen zu vernetzen und in den einzelnen Ländern die ökumenische Zusammenarbeit zu stärken. Die Konferenzbände wurden im Verlag Mohr-Siebeck in Tübingen und zum Teil in lokalen Sprachen publiziert. Der sechste dieser Kongresse hat 2013 in Belgrad stattgefunden.
  3. In Rumänien hat die SNTS massgeblich am Aufbau eines von der orthodoxen, der griechisch-katholischen, der (ungarisch sprachigen) römisch-katholischen und der (ungarischsprachigen) reformierten theologischen Fakultät gemeinsam getragenen Biblischen Zentrums an der Babes-Bolyai Universität Cluj-Napoca beigetragen. Dieses Zentrum besitzt seine eigene Bibliothek, gibt eine bibelwissenschaftliche Zeitschrift in internationalen Sprachen heraus („Sacra Scripta“), deren Mitherausgeber Prof. D. Dr. Ulrich Luz war, und plant eine ökumenische Kommentarreihe zum Neuen Testament in rumänischer Sprache.
  4. Zur Unterstützung des bibelwissenschaftlichen akademischen Unterrichts an russischen akademischen Institutionen gab Prof. D. Dr. Ulrich Luz zusammen mit einem internationalen „editorial board“ in einem Moskauer Verlag die Buchreihe „Bibliotheca Biblica“ mit Übersetzungen bibelwissenschaftlicher Grundliteratur ins Russische heraus.